6. November 2019 1 Kommentar San Esprit

Bereits im Vorfeld war klar: Mit den Heilertagen 2019 hat sich Gastgeberin Annette Müller wieder einmal selbst übertroffen. Mit Dr. Daniele Ganser ist es der San Esprit Gründerin gelungen, einen Top-Speaker nach Frabertsham zu holen. Millionen von Menschen haben sich die Vorträge des weltberühmten Friedensforschers alleine auf YouTube angesehen. Außerdem füllt der sympathische Schweizer mit seinen Vorträgen regelmäßig Hallen. Auf den diesjährigen Heilertagen referierte der Medienstar über die Themen: Liebe, Wahrheit und Mut. Im letzten Teil spricht Dr. Daniele Ganser über die deutschsprachige Medienlandschaft, seine Hoffnung für die Zukunft und gibt Tipps für ein achtsameres Leben – samt Mediendiät. 

Nachdem der Friedensforscher ausführlich über die Macht der Täuschung und die Mechanismen der Kriegspropaganda referiert hat, widmet er sich abschließend dezidierter der Rolle der Medien.

„Wenn sie in einem Sprachraum sind, jetzt sind wir hier in Bayern – deutscher Sprachraum – dann konsumieren die meisten auf Deutsch. Das heißt, für mich als Historiker reicht es diesen genauer zu untersuchen. Der deutsche Sprachraum besteht aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Knapp 100 Millionen Menschen. In diesem Sprachraum haben wir 80 Medienmarken. Von Bild bis Süddeutsche Zeitung oder auch unbekanntere Marken wie KenFM. Alle Marken also, die eigentlich die Neuronen zum tanzen bringen. Doch es ist ein riesen Unterschied, was sie lesen! Denn das was sie lesen verknüpft die Synapsen. Das ist in ihrem Kopf. Darum ist es ganz entscheidend, was sie lesen“, erklärt Ganser.

Ein Vergleich der deutschsprachigen Medienlandschaft

An dieser Stelle befragt der Redner das Publikum nach der Bekanntheit der Mainstream kritischen Medienformate Rubikon und „KenFM. Zu seiner Überraschung war die Bekanntheit unter den Besuchern der Heilertage sehr hoch. Dann zitiert Dr. Daniele Ganser die „NachDenkSeiten in Form eines Dias:

Klaus Dieter Kolenda hat für die NachDenkSeiten ein Interview mit dem Physiker und Mathematiker Ansgar Schneider geführt. Schneider widerspricht der offiziellen Version vom Einsturz der WTC-Türme und begründet seinen Widerspruch. Er äußert sich auch über die begleitenden Medien: Wir sind seit 18 Jahren Zeuge eines medialen Totalversagens. … Wenn es um den 11. September geht, sind die Meiden voll von unsäglichen Dummheiten und falschen Informationen und wenn mal nichts davon falsch ist, dann fehlt die Hälfte. Albrecht Müller

Dem pflichtet Ganser bei: „Das ist auch meine Meinung. Zu 9/11 wurden wir nicht ausreichend informiert. Also die Hälfte ist nicht ganz korrekt, denn in den Medien steht immer zwei Türme – also fehlt eigentlich ein Drittel. Aber trotzdem, das ist ganz wichtig, dass man das einmal versteht. Wir bekommen immer nur einen Teil der Story. Und weil wir nur einen Teil der Story bekommen, hassen wir Menschen, die wir nicht kennen und sind für Kriege, die wir nicht verstehen.“ Dann kündigt der Historiker an, in den nächsten Jahren die Medienlandschaft näher zu durchleuchten und zu untersuchen, welche Medienmarken die Wörter „WTC 7“ und „Sprengung“ verwenden.

Ganser betont die Möglichkeiten der modernen Informationsgesellschaft. Gedanken und Ideen könnten sich inzwischen viel schneller verbreiten, immer nur einen Klick entfernt. Das biete auch große Potenziale für die Werte „Mut“, „Liebe“ und „Wahrheit“ – Titel des Vortrages.

Eindeutig Sprengung

Dann lässt Dr. Daniele Ganser die Bombe platzen. Hatte er die Sprengung in seinen bisherigen Arbeiten immer nur in den Raum gestellt und als möglichen Erklärungsansatz skizziert, spricht er sich jetzt – auch Dank der Studie aus Alaska – zweifelsfrei für die Sprengung als historische Tatsache aus. „Es war eine Sprengung. Diese Formulierung traue ich mir zu. Ich habe jahrelang darüber nachgedacht.“

Der Historiker führt weiter durch die Berichterstattung der 80 deutschsprachigen Medien und enttarnt das Versagen von ZDF & Co. Nur überwiegend kleine und systemkritische Formate hätten überhaupt von WTC 7 und den aktuellen sensationellen Ergebnissen der US-amerikanischen Studie berichtet.

Spiegel Online hatte sich zwar mit einem Artikel anlässlich des Jahrestages zu Wort gemeldet, jedoch in diesem kein Wort über die Ergebnisse der Universität von Alaska verloren. Stattdessen befasst sich dieser mit den Mechanismen von Verschwörungstheorien und zeigt diese entsprechend dem Titel des Artikels in zwölf Schritten auf. „Ich kenne den Autor nicht persönlich, doch der Artikel ist einfach sehr schlecht geschrieben. Aber, und das ist wichtig, er gehört auch zur Menschheitsfamilie“, so Ganser. Wieder lautes Lachen von Seiten des Publikums.

Hoffnung für die Zukunft

Dennoch blickt der Historiker auch hoffnungsvoll in die Zukunft. So berichteten zumindest 10 von 80 Medien über WTC 7 – laut dem Friedensforscher bereits eine Sensation. So etwas gab es bisher noch nicht. Gleichzeitig betont Daniele Ganser, dass die 9/11 Debatte noch nicht gekippt ist. Denn dann müssten die großen und reichweitenstärksten Medien auch über die aktuellen Ereignisse berichten. Doch es ist ein Anfang. Daniele Ganser fasst zusammen: „Das war der Forschungsstand zum 18. Jahrestag. Für mich ist es ein Fortschritt. Es wird breiter diskutiert und ich denke nicht, dass das zurück gehen kann. Ich denke eher, das ist eine Prognose, dass sich das noch weiter verbreitet. Aber ich weiß es nicht. Ich möchte ihnen nur sagen, orientieren sie sich an Liebe, Wahrheit und Mut. Unabhängig von 9/11. Das war nur ein Fallbeispiel. Wenn sie etwas für ihre Gesundheit tun möchten – orientieren sie sich an diesen Werten. Für mich persönlich die beste Gesundheitsvorsorge überhaupt. Natürlich, Ernährung ist wichtig, gute Freunde, gute Gespräche, raus in die Natur gehen, sich bewegen. Aber die Werte sind unglaublich gesundheitsfördernd.“

Offline ist das neue Bio

Zum Ende des Vortrags empfiehlt der Wissenschaftler eine dreimonatige „Mediendiät“. Sich einfach vorübergehend aus der Informationsflut auszuklinken. Handy, Laptop und Tablet aus. Auch Radio, Fernsehen und Kino sind tabu. Offline sei das neue Bio, so Ganser. So ist während der dreimonatigen Mediendiät nur die Lieblingsmusik und ein gutes Buch erlaubt. Das habe eine Verstärkung der neuronalen Strukturen zur Folge. Das kognitive System könne sich so neu ausrichten. Außerdem probiere er selbst sehr erfolgreich verschiedene Achtsamkeitsübungen aus: „Ich habe so viel Spaß mit meinem Achtsamkeitstraining. Das kann ich nur sehr empfehlen. Bleiben sie bei sich, bleiben sie zentriert und dann kann eigentlich nichts passieren. Gehen sie raus in die Natur, entspannen sie sich am besten ohne Smartphone. Dabei komme ich zurück zum Chiemsee. Wenn man dort sitzt ist alles in Ordnung. Man ruht im Moment und alles ist gut. Daher vielen Dank für die Einladung nach Bayern, ich bin sehr gerne gekommen!“

Annette Müller:

„Herzlichen Dank an Dr. Daniele Ganser. Was mich an Daniele Ganser so berührt ist sein historischer Realitätssinn mit zuversichtlichem Blick nach vorne. Wir Menschen haben als Gemeinschaft eine Geschichte hinter uns. Diese macht uns schwach oder sie stärkt uns. Was sie mit uns macht, liegt in unserer Hand. Die meisten Menschen die das Gute suchen verschließen vor dem Bösen ihre Augen. Doch den Kopf in den Sand stecken und das, was auf der Welt geschieht zu ignorieren spielt auf Dauer nur dem sogenannten Bösen in die Hand. Hier geht es um Wachheit und Wachsamkeit und einen Weg zu seiner inneren Stärke finden ohne die Realität verleugnen zu müssen. Nur indem wir das Gute – realistisch – stärken, können wir mehr in die Waagschale des Guten werfen.“

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