8. Oktober 2018 Keine Kommentare San Esprit

Healing Camp Kinofilm: Zu Tränen gerührt

Die Heilertage sind traditionell ein Ort der Begegnungen. Anzutreffen sind dort die verschiedensten Charaktere und sie alle haben eine spannende Geschichte zu erzählen. Das macht DO UT DES so besonders. Auf dem Festivalgelände begegnet uns gleich am ersten Tag Werner Sulzinger – seines Zeichens Heiler, Steuerberater und geschätztes Mitglied der Heiler ohne Grenzen. Für ihn beginnen die Heilertage gleich mit einem höchstemotionalem Erlebnis: Die Uraufführung des Kinofilms zum Healing Camp.

„Es war wirklich sehr beeindruckend den Film zu sehen, er hat mich direkt wieder in die Zeit zurückversetzt. Dabei sind viele Emotionen hoch gekommen, zwischendurch sogar einige Tränen. Das hat mich sehr berührt, denn es war eine enorm wichtige Erfahrung. Diese Dankbarkeit, die im Film gut rüberkommt, selbst zu spüren und zu erleben war großartig. Das hat Werner Dück wirklich sehr gut eingefangen. Für mich persönlich hat die Reise viel bewegt, von der gesamten inneren Haltung zum Leben bis hin zu den Menschen und dem Heilberuf. Ich denke auch, dass das bei mir in Zukunft noch viel bewegen wird“, erklärt Werner Sulzinger sichtlich ergriffen.

Doch wie war es nach der fast zweiwöchigen Reise im Januar, um die sich der Film dreht, wieder zurück in Deutschland zu sein? „Schrecklich! Ich habe den Fehler gemacht, gleich am nächsten Tag wieder ins Büro zu gehen. Es ging leider nicht anders, da es einiges zu erledigen gab. Ich habe mich dort dann wie auf einem anderen Planeten gefühlt. Noch nie zuvor hatte ich das Gefühl, so fehl am Platz zu sein. Zurück in Deutschland wundert man sich dann schnell, über welche bedeutungslosen Kleinigkeiten sich Menschen aufregen können. Das war dann erst einmal sehr anstrengend zu sehen, woran die sich alles stören. Ich denke mir da – geht mal in andere Länder, seht andere Kulturen und schaut euch das Leben der Menschen dort an. Dann geht der Blickwinkel weiter und mit dem entsprechenden Weitblick relativierst du deine eigenen Themen ganz anders als wenn du nur in deinem eigenen Saft schmorst. Es hat tatsächlich vier oder fünf Tage gedauert, bis ich mich wieder akklimatisiert habe.“

Healing Camp 2020? Ich bin dabei!

Für das Jahr 2020 ist eine Fortsetzung des Healing Camps geplant. Nicht nur wegen den beeindruckenden Bildern des Kinofilmes ist mit einem großen Interesse zu rechnen. Für all diejenigen, die nicht vor Ort waren: Was hat dir die Reise ganz persönlich gebracht? „Also zunächst ist mir dort bewusst geworden, wie pharmazieabhängig die westliche Welt ist. In Indien gibt es das zwar auch, aber sie lehnen das in Teilen stark ab und versuchen etwas durch die innere Haltung zu bewegen. Bei uns hingegen werden bei jedem Schnupfen Pillen genommen. Dieser Sachverhalt war mir zwar bereits vor der Reise bekannt, dennoch wird es einem dort noch einmal deutlich bewusster. Ich habe ohnehin ein gespaltenes Verhältnis zur Schulmedizin und zur Pharmabranche, doch es hat sich dort noch einmal herauskristallisiert, dass die Gespaltenheit zu Recht ist.

Ansonsten konnte ich durch Indien auch für meine Zukunft einiges bestätigen. Ich habe schon länger die Vision für mich, dass ich nicht bis ich 75 Jahre alt bin in meiner Steuerkanzlei bleiben will, sondern dass ich mich die nächsten fünf bis zehn Jahre stückweise herausnehmen werde und mich dann mehr der spirituellen Arbeit widme. Ich habe daheim einen Praxisraum und beginne bereits das ein oder andere mit Freunden und Bekannten zu machen. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen mir einen Tag herauszunehmen, an dem ich bei uns in der Region Menschen kostenlos heile. In welcher Form genau weiß ich noch nicht genau, aber es könnte beispielsweise ein Besuch in einem Pflegeheim sein. Irgendetwas fällt mir da schon ein und bestimmt zieht der ein oder andere Heiler mit.“

Da sollten die Chancen gut stehen – immerhin fanden sich sogar für ein weit entferntes Reiseziel in Indien innerhalb kürzester Zeit viele Dutzend interessierte Heiler. Apropos Indien – ob der Steuerberater beim nächsten Healing Camp 2020 wieder dabei ist? „Na klar, ich bin sofort dabei! Ohne lange zu überlegen. Die Erfahrungen, die ich gemacht habe möchte ich gerne vertiefen. So vielen Menschen in so kurzer Zeit zu helfen ist unglaublich. Daraus resultiert eine starke innere Zufriedenheit. Ich würde dieses Erlebnis gerne wieder mitnehmen, zu sehen, dass wir die Kraft haben und wirklich etwas bewirken können. Diese Glückseligkeit, die die Esperenten ausstrahlen ist unbeschreiblich. Sie strahlt wie ein Spiegel zurück. Es ist auch bei mir ein Gefühl des inneren Friedens und der Glückseligkeit. Darum fahre ich mit – und weil das Erlebnis mit der Gruppe insgesamt total schön war. Es hat mich deshalb sehr gefreut auf den Heilertagen viele von ihnen wiederzusehen. Das war ab dem ersten Moment sehr herzlich, einfach großartig.“

Also auch für dich schöne Heilertage 2018? „Absolut. Ich bin jetzt zum dritten Mal hier und es ist einfach toll. Mein Ansinnen ist es immer Menschen die ich kenne wiederzutreffen. Hier gibt es darüber hinaus spannende Angebote über die sich die Besucher informieren können und das Konzept mit der Mainstage im Zelt, Kinofilmen, einem Redner – wirklich toll. Das hat eine wunderbare Anziehungskraft und gibt jedem Einzelnen etwas mit. Ich fühle mich einfach wohl hier.“