31. Oktober 2018 1 Kommentar San Esprit

Schauspielerin Gwenn Wunderlich über DO UT DES:

Das Phänomen DO UT DES – Heilertage im Chiemgau feierte in diesem Jahr zehnjähriges Jubiläum. Von Anfang an dabei war Gwenn Wunderlich. Die US-Schauspielerin kennt das beliebte Festival so gut wie nur wenige andere. Auch in diesem Jahr lies sie es sich deshalb nicht nehmen, aus dem fernen Los Angeles anzureisen um auch 2018 wieder dabei zu sein. Im Interview spricht sie über die besondere Rolle, die DO UT DES in ihrem Leben spielt.

Die Heilertage sind nicht nur ein Treffpunkt vielfältiger Denkweisen, sie sind auch ein Treffpunkt unterschiedlichster Nationen. Österreich, Schweiz, Sri Lanka, Indien – aus der ganzen Welt reisen begeisterte Fans des berühmten Festivals an. Viele tausend seit der Gründung vor zehn Jahren. Eine von ihnen ist die gebürtige New Yorkerin Gwenn Wunderlich – Schauspielerin, Nachwuchs-Regisseurin und Tochter von Gastgeberin Annette Müller. Gwenn wuchs mit DO UT DES auf und verbindet viele schöne Erinnerungen mit dem Festival. In ihrem Kalender ist das Wochenende ein Pflichttermin – und sie nimmt deshalb einen elfstündigen Flug samt Jetlag bereitwillig in Kauf.

„Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue nach Frabertsham zu kommen. Erst das familiäre Schüler- und Absolvententreffen am Freitag vor den Heilertage und im Anschluss das Festival, mit spannenden Vorträgen, großartigen Menschen und jährlich wechselnden Highlights. Es sind bereits meine zehnten Heilertage. Ich liebe es einfach“, bekennt die junge Schauspielerin.

Healing Camp Movie

Das diesjährige Highlight der New Yorkerin? „Der Dokumentarfilm zum Healing Camp India. Er hat mir wirklich sehr gut gefallen und die Aufnahmen sind eine wunderschöne Erinnerung an unsere Aktion dort. Ab jetzt kann ich mir immer dann, wenn ich Fernweh habe den Healing Camp Movie anschauen. Einfach toll.“ Dabei spielte Gwenn Wunderlich selbst als Heilerin ohne Grenzen in dem Film mit, wenngleich „mitspielen“ nicht ganz zutreffend ist: „Der Film zeigt genau das, was vor Ort auch passiert ist. Er ist ein exaktes Abbild des Geschehenen. Der Film ist sehr menschlich und ich denke das ist einer der Gründe, warum er so gut angekommen ist.“

Mitgewirkt hat die junge Schauspielerin jedoch nicht nur vor der Kamera – auch hinter der Kamera glänzte sie als Nachwuchs-Regisseurin und ergänzte so das Team um die Produzenten und Filmemacher Annette Müller, Emmanuel Itier und Werner Dück. Und wie hat ihr die Arbeit gefallen? „Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit. Sogar Werner war zufrieden, was nicht sehr leicht ist. Er hat hohe Ansprüche. In jedem Fall hat es mir sehr gefallen. Im Grunde interessiert mich alles am Film – vom Schreiben und Konzeptionieren bis hin zu den Arbeiten hinter der Kamera, dem Ton, Schnitt – alles einfach. Ich denke gerade als Schauspielerin ist es ein Vorteil von allem etwas zu wissen, um besser einschätzen zu können was das Team am Set braucht. Das erhöht die Qualität der schauspielerischen Leistung.“

Und die Lieblingsszene? „Das war als Gerhard das indische Elektrizitätsnetz für sich entdeckt. Wie verblüfft er war, als gelernter Elektrikermeister aus Deutschland. Seine Blicke sind einfach Gold wert.“ Auch das Publikum während der Uraufführung war bei dieser Szene außer sich vor Lachen.

Bis zum nächsten Jahr

Noch abschließende Worte? „Ja, es hat mir in diesem Jahr wieder sehr gut gefallen. Ich bin auch ein totaler Fan des Zick Zack Traumtheaters und froh, dass sie in diesem Jahr wieder in altgewohnter Besetzung mit Sonny Delfino aufgetreten sind. Ansonsten war es so schön, viele Heiler aus Indien wieder persönlich zu treffen. Ich kann es kaum glauben, dass es die Heilertage jetzt schon ein Jahrzehnt gibt. Vom kleinen Tag der offenen Türe zum Festival mit tausenden Besuchern, denen eine Plattform geboten wird um sich über die verschiedensten Themen aus unterschiedlichsten Denkweisen auszutauschen, ihre Bewusstsein zu erweitern und gemeinsam Projekte anzustoßen. Meine Mutter Annette Müller hat hier etwas Großartiges geschaffen und ich bin sehr stolz auf sie. Es war wieder ein sehr tolles Festival und ich freue mich schon auf die Heilertage 2019.“