9. Februar 2019 2 Kommentare San Esprit

Mission erfüllt!

Tag 9: Der letzte Tag in Pondicherry

Die Spannung steigt: Es ist unser letztes Telefonat mit Healing Camp Organisatorin Annette Müller. Morgen geht es für die Heilerin weiter nach Mumbai. Die Millionenmetropole ist dabei nur eine Zwischenstation. Endziel ist ein Ashram im Hinterland Indiens, in dem die San Esprit Gründerin vor Jahrzehnten die Vedischen Schriften studierte. Somit war heute die letzte Gelegenheit für Annette Müller, die abschließenden Vorbereitungen für das Camp zu treffen. Stand gestern fehlte es noch an knapp 40 Unterkünften für die mehr als 70 Heiler. Auch die Frage nach der Verpflegung konnte bisher nicht final geklärt werden.

Als wir Annette Müller wie gewohnt gegen halb 12 Uhr nachts Ortszeit erreichen, ist die Laune der Philanthropin noch besser als ohnehin gewohnt: „Heute war ein großartiger Tag!“, verkündet Annette Müller voller Elan. Großartiger Einstieg!

Wie verlief der letzte Tag? „Der Start war ein wenig von Wehmut geprägt. Während ich am gedeckten Frühstückstisch saß, mit einem Glas frisch gepresstem Saft und einem köstlichen Chai Masala, überkam mich die Melancholie. Das kann doch nicht schon wieder vorbei sein! Aber es ist so. Da es heute keine Zeit zu verlieren galt, habe ich die letzten verbliebenen Hotels abgeklappert. In der Villa Helena und in der Villa Shanti haben wir schon alle verfügbaren Zimmer – das sind noch einmal mehr als beim vergangenen Camp. Zudem bin ich heute als erstes ins Gratitude und auch hier bekommen die Heiler alle verfügbaren Räume. Ein bisschen problematischer wurde es, als ich die anderen Hotels besichtigt habe. Die waren gelinde gesagt schrecklich. Mottenkugeln und Schimmel lassen grüßen. Das möchte ich den Heilern nicht zumuten. Deshalb stand das ganze Vorhaben heute Mittag auf der Kippe – wir hatten einfach keine adäquaten Unterkünfte. Ein K.-o.-Kriterium. Wo sollen wir die Leute unterbringen?“

Dann nimmt der Tag eine glückliche Wendung – gegen Mittag meldet sich Ashram Theaterleiterin Bina mit der sensationellen Neuigkeit: „Der Ashram in Pondicherry stellt uns trotz 75-Jahresfeier das Beach Guest House zur Verfügung – das liegt direkt am Strand mit tollem Meerblick. Wahnsinn!“

Wow – besser konnte der Tag nicht laufen? „Oh doch! Es wurde sogar noch besser. Am Nachmittag bin ich mit Prabhat in das Hotel mit dem berühmten Buffet gefahren. Dort haben wir an der Rezeption mit einer der Damen gesprochen. Die ist dann zum Büro des Managements gelaufen um einen Entscheider zu holen. Heraus kam dann Kawita – die ehemalige Managerin des La Villa und jetzige Hauptverantwortliche in diesem Hotel. Ich kenne sie noch von vor zwei Jahren. Sie hat sich riesig gefreut uns hier zu treffen. Die Freude war natürlich auch ganz unsererseits. Plötzlich war es auch überhaupt kein Problem mehr. Sie meinte nur, dass sie das natürlich für uns machen werden. Wir sollen nur im Vorfeld Bescheid sagen wie viele wir sind. Alles Weitere haben wir heute auch gleich mit ihr geklärt, wir werden wieder von vorn bis hinten verwöhnt und es wird schön abwechslungsreich. Alles extra für uns und auch ausschließlich für unsere Gruppe“, verkündet Annette Müller die großartigen Neuigkeiten.

Damit wäre alles geschafft. Traumunterkunft: Check. Köstliche Verpflegung zur Stärkung der Heiler: Check. Unterstützung vor Ort: Check. Auch Ablauf und Logistik vor Ort konnte Organisatorin Annette Müller klären. Wie verlief der Tag weiter? „Nach getaner Arbeit war ich dann noch eine Runde shoppen und habe Geschenke besorgt. Am Ende war ich dann noch in dem tollen Laden für ätherische Öle – Senteurs. Der wird von einer Französin betrieben und hat eine ausgezeichnete Auswahl. Ich habe mir Jasmin und Palo Santo Öl gekauft, aber von letzterem nur zwei Milliliter, da es wirklich sehr teuer ist – sogar in Indien. Danach konnte ich mir auf dem Rückweg noch das Beach Guest House des Ashrams genauer ansehen, in dem die Hälfte der Heiler nächtigen wird. Die Apartmentanlage sieht wirklich sehr schön aus und liegt direkt am großen Steg. Da können sich die Heiler wirklich freuen. Als ich dann auf dem Rückweg in mein Hotel war, hat mein Handy geklingelt und eine Ärztin aus Deutschland war am anderen Ende. Sie hatte meine Nummer bekommen und wollte sich bei mir persönlich über die Ausbildung informieren. Zuvor hatte sie mein Buch gelesen und wollte jetzt mehr wissen, da sie sich seit vielen Jahren mit der alternativen Medizin auseinandersetzt und dafür plädiert, dass das Geistige Heilen Einzug in die Schulmedizin findet. Ich habe ihr dann gesagt, wie toll ich das finde und dass ich gerade in Indien bin. Sie wollte dann natürlich mehr wissen und dann habe ich ein bisschen erzählt, was wir hier so vorhaben und bereits realisieren konnten. Am Ende hat sie mir gesagt, wie toll sie das findet und sie hofft auch beim Healing Camp 2020 teil zu nehmen. Dann haben wir noch eine Ärztin dabei.“

Also findet das Camp 2020 statt? „Ja! Es gibt keine Hürden mehr! Ich kann es kaum fassen, ich meinte damals – komm wir fahren nach Indien. Und alle wollten mit. Jetzt steht das zweite Camp an und es sind sogar mehr als doppelt so viele die jetzt mitwollen. Das ist doch der Hammer! Das Beste daran – wir bewirken hier etwas“, schwärmt die Organisatorin voller Überzeugung.

Dabei ist Überzeugung das Stichwort, wenn es darum geht, Annette Müller zu beschreiben. Wie fühlt es sich an, mal wieder auf dem besten Weg zu sein, das Unmögliche möglich zu machen? „Ich habe mir gerade bevor ihr angerufen habt die erste Hälfte des Healing Camp Movies angesehen. Werner Dück hat mir heute die Endfassung geschickt. Die Aktion ist einfach so unglaublich. Ein unfassbares Erlebnis. Und obwohl ich weiß, dass es real ist, obwohl ich weiß, dass es alles stimmt und wir da waren – es erscheint mir so utopisch. Es sprengt meinen Verstand.“

Was sprengt Deinen Verstand? „Alles. Was wir dort erlebt haben, wie es zustande gekommen ist, dass es so groß geworden ist und noch viel größer wird. Es gibt einen Film, ein Buch – zwickt mich. Es fühlt sich an wie ein Traum. Oder ein Paralleluniversum? Das ist alles einfach nur toll. Ich freue mich schon sehr auf das kommende Camp! Alleine die Reaktionen der Menschen. Das habe ich jetzt die Tage wieder sehr zu spüren bekommen. Ich wurde auf der Straße erkannt und auf das Healing Camp angesprochen, die Leute haben sich überall gefreut, dass wir wieder kommen. Wenn ich hier irgendwo reingehe, werde ich angesprochen. So auch vorhin in dem Laden für ätherische Öle. Kaum war ich drin, fiel das Thema auf die Heiler. Und wie sehr sich alle freuen, sobald ich bestätige, dass wir wiederkommen. Einfach toll!“

Auf was freust du dich am meisten? „Das ist wirklich schwer zu sagen. Aber ich freue mich schon total auf die Gruppendynamik, auf die Zeit des Zusammenwachsens, den gemeinsamen Enthusiasmus, die gemeinsamen Abendessen, die Tempel Tour, die Bootsfahrt und natürlich auf die Wunder, die wir vollbringen werden. Wie berührt wir alle wieder sein werden, Tränen des Glücks und der Freude.“