8. Dezember 2018 Keine Kommentare San Esprit

DO UT DES behind the scenes:
Dr. Jayanath Abeywickrama

 

Dr. Jayanath Abeywickrama gehörte zu den internationalen Rednern der diesjährigen Jubiläums-Heilertage. Der renommierte Ayurveda-Arzt und Heiler aus Sri Lanka energetisierte im Zuge seines Vortrages mithilfe antiker Heilmantren 1000 Wasserflaschen um diese an Besucher des Festivals zu verteilen – im Gegenzug für eine kleine Spende. Ziel war es, Geld für die gemeinnützige Initiative Rice for Life zu sammeln. Wir blicken zurück auf wundervolle Heilertage und ein Projekt, dass auf der ganzen Welt Schule machen könnte und die San Esprit Philosophie wiederspiegelt.

 

Er ist ein Mann mit vielen Talenten und noch mehr Leidenschaft: Dr. Jayanath Abeywickrama. Eines davon ist die souveräne Mächtigkeit der deutschen Sprache. Wenn man ihn fragt, wie ein Ayurveda-Arzt aus Sri Lanka zu fließenden Deutschkenntnissen kommt, hat der sympathische Mediziner sofort eine unterhaltsame Anekdote parat: Dr. Abi, wie er sich gern vorstellt, leitet in seiner Heimat die bekannte Rankema Klinik. Dort begegnet er als junger Arzt dem deutschen Journalisten Bernd Weiler, der inzwischen Redakteur beim Saarländischen Rundfunk ist. „Ich habe die Chance gehabt ihn zu behandeln und konnte ihn auch tatsächlich heilen. Er hat meine Arbeit dadurch sehr geschätzt und meinte zu mir, ich müsse unbedingt Deutsch lernen und das Licht des Wissens der Heilung in die Welt bringen. Er hat mich dann dabei begleitet und mir geholfen die Sprache zu lernen.“ Einem Kompliment für seine Sprachkenntnisse entgegnet er ganz bescheiden: „Danke, ich bemühe mich.“

Rice for Life

Es war auch seine Tätigkeit als Arzt, die ihn zur Gründung von Rice for Life brachte. In seiner Klinik in Sri Lanka behandelte er wiederholt Bauern mit schwersten Krankheiten. Schnell findet der Mediziner die Ursache: Die von den Bauern verwendete Agrochemie. Doch wie überzeugt man die Männer ihre komplette Arbeitsweise zu verändern? Richtig, mit Hilfe von deren schwangeren Frauen. So gelangen sie zur gemeinsamen Überzeugung, wie wichtig eine nachhaltige und ökologische Landwirtschaft ist – gesunde Lebensmittel für gesunde Menschen, immerhin steht das Wohl der nächsten Generation auf dem Spiel. Seitdem kultivieren die Bauern gemeinsam mit Dr. Abi Reissorten mit herausragender Nährstoffbilanz. Dabei stellt er Ayurveda-Arzt das Saatgut kostenfrei zur Verfügung und knüpft die Herausgabe an eine Bedingung: Den Anbau nach alt-ayurvedischer Tradition – ohne Chemie oder Maschinen in traditioneller Handarbeit. Begleitet werden sie von Mantren und Gebeten von Mönchen sowie Segnungsritualen.

„Ich habe daran geglaubt, dass es auch ohne Chemie geht und hatte Vertrauen in die Landwirtschaft mit Sonne und Wasser. Und natürlich Mut und Motivation. Wir haben mit einer kleinen Gruppe angefangen, dann waren wir irgendwann 100 und jetzt sind wir schon 1000 Bauern mitsamt ihren Familien.“ Für sie erzielt der Ayurveda-Arzt den eineinhalbfachen Weltmarktpreis und sichert so das Wohlergehen der Farmer. Darüber hinaus haben sie eine Kinderuni gegründet, die dem Konzept der Waldorfschulen sehr ähnlich ist und bieten dort kostenfreie Bildung für die Kinder der Landwirte an.

Unterstützung bekommt Dr. Jayanath Abeywickrama von Rosalie und Josef Huber aus Deutschland. Die beiden Biobauern sind seit 2017 ehrenamtliche Geschäftsführer der Rice for Life Initiative. „Ohne Dr. Abi gäbe es das alles nicht. Er hat erkannt, dass das komplette Leben der Menschen davon abhängig ist, ob unsere Ernährung frei von Pestiziden ist und frei von Giften. Nachdem er das erkannte, hat er sich auf die Suche nach Lösungen gemacht“, erklärt Josef Huber, der gemeinsam mit anderen Mitgliedern von Rice for Life am gleichnamigen Stand auf den Heilertagen vertreten war. Eine von ihnen ist Martina Niedermeier, die Dr. Abi vor sechs Jahren auf einem Meditationsabend kennengelernt hatte und sofort davon berührt war, wie ehrlich das Projekt ist: „Ich bin wahnsinnig begeistert von dieser Hilfe zur Selbsthilfe. Es geht hier nicht nur darum für ein besseres Gewissen zu spenden, sondern den Menschen eine Lebensgrundlage zu schaffen.“

Eine globale Mission

Um das Projekt voranzutreiben, reist Dr. Jayanath Abeywickrama durch die Welt um mit Vorträgen und Heilarbeit auf die Initiative aufmerksam zu machen und Geld zu sammeln. Die Lehre liegt dem Mediziner sehr am Herzen, das Verständnis für die Wichtigkeit einer gesunden Ernährung, sauberer Luft und sauberem Wasser. Es geht um die Zukunft. Es geht um die Kinder. Es geht um uns alle. Besonders oft ist er in den USA und Deutschland, um für sein Anliegen zu werben. Und wie gefällt es ihm hier bei uns? „Ich liebe Deutschland. Ich arbeite viel in den Vereinigten Staaten, genauer gesagt in San Francisco, aber die Deutschen sind besonders. Sie können viel mit dem Herzen verstehen. Ich habe viele gesehen, viele getroffen, aber dieser Ort (die Heilertage im Chiemgau) ist sehr besonders, sehr authentisch und wunderschön.“

Wer nun „auf den Geschmack gekommen ist“ oder das möchte, der findet viele weitere Informationen, tolle Bilder von dem Projekt vor Ort sowie die Möglichkeit Reis zu bestellen auf der Internetseite der Initiative: http://riceforlife.net