20 Mai Keine Kommentare Saskia Grundke Allgemein, Saskia Grundke , ,

Die ersten zwei Mai Wochen durfte ich erneut eine Schülergruppe am wunderschönen Lago Maggiore im idyllischen Örtchen Sesto Calende während ihrer Heilerausbildung begleiten. Diese besondere Zeit war geprägt von intensiven Erfahrungen, tiefen Erkenntnissen und bewegenden Veränderungen.
Doch dieses Mal begleitete nicht nur ich die Ausbildung – auch ein professioneller Kameramann war mit dabei, den wir für interne Aufnahmen engagiert hatten. Tag für Tag erhielt er dadurch einen intensiven Einblick in unsere Arbeit und beobachtete die Prozesse aus nächster Nähe.
Schon nach kurzer Zeit fiel mir auf, dass er selbst körperliche Ungleichgewichte und Beschwerden mitbrachte. Nach einigen Tagen fragte ich ihn deshalb, ob er Interesse an einer eigenen Heilsitzung hätte. Ich bot ihm an, ihn an einem freien Abend zu behandeln – und er nahm das Angebot dankbar an.

Vor der ersten Sitzung bat ich einige Schüler eine Statuserhebung bei M. zu machen. Dabei zeigte sich deutlich, dass sein Körper stark aus dem Gleichgewicht geraten war:
Das Becken war verschoben
Schultern und Schulterblätter standen auf unterschiedlicher Höhe
Er litt unter massiven Rückenschmerzen, die er auf einer Skala von 0 bis 10 mit einer 9 bewertete
Zusätzlich hatte er seit Tagen einen stechenden Schmerz im unteren Rücken, der ihm teilweise sogar die Atmung erschwerte
Außerdem kämpfte er seit Jahren mit Tennisellenbogen.
Besonders bewegend war seine Aussage, dass er bereits darüber nachdachte, ob er seinen Beruf als Kameramann überhaupt noch lange ausüben könne, wenn sich seine Beschwerden nicht verbessern würden.

Bereits nach der ersten Sitzung zeigte sich eine deutliche Veränderung:
Die Rückenschmerzen reduzierten sich von einer 9 auf eine 2.
Noch am selben Abend fand eine zweite Sitzung statt – und danach waren die Rückenschmerzen vollständig verschwunden. Er konnte sich wieder deutlich freier bewegen, sein Becken war ausgeglichen und sein gesamter Stand wirkte stabiler und kraftvoller. Vor allem aber fühlte er sich endlich wieder wohl in seinem Körper.

In der dritten Sitzung arbeiteten wir weiter an seiner Stabilität und Ausrichtung. Besonders spannend wurde es am Tag der Atlas Repositionierung.
Bei der erneuten Statuserhebung war klar sichtbar, dass er seinen Kopf kaum richtig drehen konnte. Nach der Behandlung änderte sich dies jedoch schlagartig.
Ich werde nie seinen Blick vergessen, als er mich ansah und sagte:
„Ich kann meinen Kopf so weit drehen, dass ich mir vorkomme wie eine Eule.“

Doch nicht nur die Beweglichkeit seines Nackens hatte sich verändert – auch seine Armschmerzen und der jahrelange Tennisellenbogen waren plötzlich verschwunden.

Am nächsten Tag sah ich ihn mit seinem gesamten Kamera-Equipment durch das Haus laufen – voller Freude und Leichtigkeit. Nach Jahren konnte er seine Arme wieder schmerzfrei bewegen.

Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, dass ich ihn auf diesem Weg begleiten durfte und auch die Schüler sehen konnten was sie am Ende der Ausbildung zum KAR mit den bewirken können.